Eine Krankheit voller Rätsel
Schmerzen, Erschöpfung und sensorische Überempfindlichkeit
Dutzende Millionen Menschen weltweit leiden an Myalgischer Enzephalomyelitis, allein zwei Millionen in Europa. Die Dunkelziffer noch nicht diagnostizierter Fälle ist vermutlich sehr viel höher. Fast 50 Prozent der Betroffenen sind so schwer betroffen, dass sie das Haus nicht mehr verlassen können. Viele sind ans Bett gebunden.
Starke Nerven- und Gelenksschmerzen, kognitive Störungen und oft extreme Erschöpfungs- bzw. Müdigkeitszustande und Belastungs-Intoleranz sind nur ein paar der vielen Symptome von ME. Hinzu kommen Schlafstörungen und eine Überempfindlichkeit gegenüber Reizen, v.a. Lärm und Licht.
Zentrales Nervensystem reguliert falsch
Gehirnwellen sind die elektrischen Aktivitätsmuster unseres Gehirns. Sie werden in fünf Haupttypen unterteilt (gemessen in Hertz) und steuern unsere Bewusstseinszustände: von hellwach bis zum Tiefschlaf. Im Schlaf verlangsamen sich diese Wellen schrittweise, um dem Körper die nötige Regeneration zu ermöglichen.
Schlafstörungen entstehen, wenn der natürliche Wechsel der Gehirnwellen gestört ist, das zentrale Nervensystem den Schlaf-Wach-Rhythmus falsch reguliert. Das Gehirn ist nicht in der Lage, die Frequenzen herunterzufahren. Anstatt im Tiefschlaf (Deltawellen) zu ruhen, bleibt das Gehirn in einem unruhigen, wacheren Zustand gefangen (z. B. Beta- oder Alpha-Frequenzen).
Keine Erholung trotz guter Schlafhygiene
Diese Überaktivität führt bei ME/CFS-Patienten dazu, dass der Schlaf nur oberflächlich bleibt und sie sich am nächsten Morgen trotz vieler Stunden Schlaf gerädert oder „wie durch den Fleischwolf gedreht“ fühlen.
Die Schlafhygiene - all die Gewohnheiten, Verhaltensweisen und Umgebungen, die einen gesunden, erholsamen Schlaf fördern und üblicherweise Ein- sowie Durchschlafstörungen vorbeugen - greift somit ins Leere.
Forschung sieht im Schlaf den Schlüssel, um ME/CFS zu verstehen
Der Schlaf gilt als Fenster zur Gehirnfunktion und die Schlafforschung als einer der vielversprechendsten Schlüssel zum Verständnis von ME/CFS. Neuerdings untersuchen Forscher die Rolle schlafbezogener Biomarker bei der Entstehung der Krankheit mit dem Ziel, eines Tages personalisierte Therapien zu entwickeln - so auch Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts IDMT - Teil der weltweit renommierten und führenden Fraunhofer-Gesellschaft, mit der auch wir seit vielen Jahren in Forschungsfragen und Projekten zusammenarbeiten.
Die Angst vor dem nächsten Crash und der PEM
Das Schlimmste an Myalgischer Enzephalomyelitis, die oft (aber nicht zwingend) in Kombination mit dem Chronischen Fatigue Syndrom (CFS) einhergeht, ist für Betroffene meist die Angst vor dem nächsten Crash, jenem Zustand drastischer Verschlechterung, in dem sich die PEM (Postexertionelle Malaise) manifestiert.
Diese ist nämlich das Leitsymptom von ME/CFS und jene extreme Form von Belastungsintoleranz, bei der sich Krankheitssymptome nach bereits geringer körperlicher, geistiger oder emotionaler Anstrengung oft zeitverzögert massiv verschlimmern.
Häufig ist diese Verschlechterung unumkehrbar, sodass Betroffene plötzlich auf Dauer ans Bett gefesselt sind, manche sogar künstlich ernährt werden müssen (ca. 1 - 3 % aller Betroffenen). Ein Großteil ihres sozialen und beruflichen Lebens wird ihnen dadurch genommen.
Die vielen Auslöser - bis hin zu Lärm und Licht
Mögliche Auslöser eines Crashs mit anschließender PEM gibt es viele. Leichte körperliche Anstrengung (z.B. Einkaufen gehen) genügt oft schon. Ebenso emotionale Belastungen (negativer Stress, aber auch übermäßige Freude) bzw. geistige (Über-)Anstrengung.
Oder sensorische Überreizung. Sei es durch zu grelles Licht. Sei es durch Alltagslärm - ob von der Straße, ein Telefonklingeln, das Klirren von Geschirr oder auch nur ein zu lautes Wort.
Pacing & sensorische Isolation durch hochwertige Schallschutztechnik
Um die wenige eigene Energie möglichst schonend zu nutzen, müssen Betroffene erlernen, ihren persönlichen Energiehaushalt zu verwalten (Pacing).
Aktives Pacing ist das Management vorhandener Ressourcen.
Passives Pacing hat das Ziel maximaler Entlastung, um den fast leeren Akku aufzuladen. Dies geschieht am besten in einem reizarmen, dunklen Raum wie z.B. einer Schlafkabine. Idealerweise mit sehr hoher Schalldämmung.
Anforderungen: Gute Isolationsräume sind sehr viel mehr als nur eine enge, lichtlose Box
Zum bestmöglichen Schallschutz kommen diese Kriterien hinzu:
Fenster mit lichtdichten Verdunkelungsrollos (um bei Besserung Tageslicht einzulassen)
Ausreichend Platz rund ums Bett (Befahrbarkeit mit Krankentrage) - ein geräumiges Schlafzimmer im Schlafzimmer, das nicht das Gefühl vermittelt, eingesperrt zu sein.
Extrabreite Tür (Innenlichte mind. 83 cm)
Pflegeleichter, glatter Boden (z.B. Parkett)
Dimmbare Beleuchtung mit Fernbedienung
Elektronisch gesteuerte Belüftung und/oder Klimaanlage
Schallgedämmte Einlässe in der Kabinenwand zur allfälligen externen Versorgung (Sauerstoff, künstliche Ernährung)
Schallentkoppelung und Schutz vor Vibrationen
Abschirmung vor unangenehmen Gerüchen der Außenwelt (Reizauslöser)
Emissionsfreie Materialien, idealerweise biologisch (Stichwort: Multiple Chemikaliensensibilität MCS)
Spürbare Effekte hochwertiger Schlafkabinen
Mehrwert einer stark schallgedämmten Umgebung
Senkung des Stresslevels: Lärm führt im Schlaf zur unbemerkten Ausschüttung von Stresshormonen (wie Cortisol). Eine effektive Dämmung verhindert diese körperliche Alarmreaktion.
Verbesserte Schlaftiefe: Ohne plötzliche Lärmspitzen kann der Körper länger in den wichtigen Tiefschlaf- und REM-Phasen bleiben, die für die mentale Regeneration unverzichtbar sind.
Prävention vor Folgeerkrankungen durch Stärkung des Immunsystems
Geschützter Rückzugsort zu jeder Tages- und Nachtzeit
Mehrwert einer bei Bedarf abgedunkelten Umgebung
Melatonin-Produktion: Dunkelheit schützt Herz und Gefäße, bringt den Stoffwechsel nicht durcheinander, fördert die Zellregeneration (Melatonin-Ausschüttung) und stärkt das Immunsystem.
Tiefschlaf und Regeneration: Bei Dunkelheit sinken Puls und Atemfrequenz, während das Nervensystem in den Erholungsmodus schaltet. Das beugt dem nächtlichen Aufwachen vor.
Vermeidung gesundheitlicher Risken: Schlafstörung durch Licht erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Beschwerden, Diabetes und Depressionen.
Mehrwert einer Umgebung aus unbehandeltem Holz
Senkung der Herzfrequenz: Rückgang um bis zu 3.600 Schläge pro Nacht, eine Art „Herzurlaub“ von bis zu einer Stunde
Verbesserung des Raumklimas: Holz als natürlicher (und anti-mikrobieller) Klimaregulator
Stressabbau: Hemmung der Ausschüttung des Stresshormons Cortisol
Weitere Effekte: hellt die Stimmung auf, steigert die Leistungsfähigkeit
Mehr Erholung mit STUDIOBOX-Schlafkabinen
Mit Schlafkabinen von STUDIOBOX können alle Anforderungen an gute Isolationsräume abgedeckt werden. Sei es das Modell STANDARD (mit hohem Holzanteil), sei es die biologische Alternative ROSI, die (Glas, Beschläge und Dichtungen ausgenommen) nur aus Holz und Holzwerkstoffen aufgebaut ist.
Die Größen können bei beiden Modellen beliebig gewählt werden, der Aufbau erfolgt werkzeuglos und somit ohne Lärm.
Weblinks:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlafhygiene
https://www.rthm.com/resources/blogs/me-cfs-sleep
https://akademie.tuv.com/blog/warum-sind-schallschutz-und-raumakustik-so-wichtig-/
https://de.wikipedia.org/wiki/Leitsymptom
https://mojo-institut.de/wissen/diagnosen/cfs/liste/cfs-pacing-strategien